... und welche Auswirkung hat das?
Auswirkungen in uns, wie wir Dinge tun und in der Art und Weise wie wir mit anderen Menschen in Kontakt sind.
Das erwartet dich in diesem Artikel
- Warum unser Gehirn eher Spannung als Leichtigkeit wahrnimmt – und wie du diesen Automatismus verändern kannst
- Wie der Vagusnerv auf Aufmerksamkeit reagiert und warum Leichtigkeit ein starkes Signal für Sicherheit ist
- Die einfache Frage aus der Primal Alexander Methode, die sofort Koordination und Körpergefühl verbessert
- Wie bewusste Aufmerksamkeit neuroplastische Veränderungen auslöst und Stressmuster löst
- Warum ein Fokus auf Ressourcen – statt auf Probleme – nachhaltige, mühelose Veränderung ermöglicht
Die Kraft der Aufmerksamkeit - wie Leichtigkeit im Körper beginnt
Dieser Blogartikel ist inspiriert durch den Artikel „Primal Alexander Primer, Ep 08“ von Mio Morales. Mit seiner Erlaubnis habe ich den Text ins Deutsche transferiert und ein Video erstellt.
🎥 Das Video findest du weiter unten.
Es gibt Momente, in denen wir spüren: Unsere Aufmerksamkeit verändert alles.
Ein Gedanke, eine Empfindung, ein kurzer Moment der Ruhe – und plötzlich fühlt sich etwas anders an. Weicher. Offener. Freier.
Was früher die alten Meister der Bewegungskünste intuitiv verstanden, bestätigt heute die Neurowissenschaft: Unser Nervensystem reagiert unmittelbar auf das, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten.
Warum unser Gehirn Probleme stärker betont
Unser Nervensystem ist ursprünglich darauf ausgerichtet, Gefahren schnell zu erkennen. Dieses sogenannte Negativitäts-Bias hat uns evolutionär geschützt – heute sorgt es jedoch oft dafür, dass wir mehr Spannung als Leichtigkeit wahrnehmen.
Wenn wir uns auf Schmerz, Enge oder Probleme im Körper konzentrieren, aktiviert sich der innere Alarm:
Das Herz schlägt schneller, Muskeln spannen sich an, Cortisol wird ausgeschüttet. Kurz gesagt – der Körper bereitet sich auf „Kampf oder Flucht“ vor.
Doch die gute Nachricht ist: Wir können diesen Kreislauf bewusst unterbrechen.
Leichtigkeit als Signal für Sicherheit
Unser Vagusnerv – der wichtigste Entspannungsnerv des Körpers – reagiert auf Signale von Sicherheit und Wohlbefinden.
Wenn wir also unsere Aufmerksamkeit auf etwas Angenehmes richten, interpretiert er das als „Alles ist in Ordnung“.
In diesem Moment wechselt der Körper in den sogenannten Gedeih-Modus:
- DIe Atmung wird tiefer
- Die Muskeln entspannen
- Das Immunsystem arbeitet effektiver
- Der Herzrhythmus wird ausgeglichener
Man muss dafür keine Meditation praktizieren, nicht still sitzen, nicht die Augen schließen. Es genügt, sich jetzt – Ima, wie die Japaner sagen – bewusst einem Bereich zuzuwenden, der sich leicht, ruhig oder angenehm anfühlt.
Die einfache Frage mit großer Wirkung
In der Primal Alexander Methode gibt es eine kurze, aber tiefgreifende Frage:
„Wo scheint sonst noch ein bisschen mehr Leichtigkeit zu sein?“
Diese Frage verändert, worauf wir achten – weg vom Problem, hin zur Ressource.
Das Gehirn beginnt, neue Verbindungen zu bilden. Es merkt sich: Da ist etwas, das funktioniert. Da ist Sicherheit. Da ist Raum.
Je öfter wir diese Frage stellen, desto klarer wird unsere Körperwahrnehmung.
Wir erkennen feiner, wo wir loslassen können – und erleben, wie Haltung und Bewegungsfluss sich ganz von selbst verändern.
Lehrende der Alexander-Technik sehen diesen Effekt oft unmittelbar: Schon wenige Sekunden bewusster Aufmerksamkeit auf Leichtigkeit können eine sichtbare Veränderung in der Koordination bewirken – ohne äußere Korrektur oder Anstrengung.
Leichtigkeit verändert Denken
Das Faszinierende daran: Wenn wir Leichtigkeit kultivieren, verändert sich nicht nur unser Körpergefühl – auch unser Denken wird freier.
Die Forschung zur embodied cognition (verkörpertem Denken) zeigt: Unsere Gedanken entstehen nicht losgelöst vom Körper.
Wenn wir in uns Spannungen lösen, schaffen wir gleichzeitig mehr Klarheit, Kreativität und emotionale Stabilität.
Darauf baut auch die Primal Alexander Methode:
Anstatt den Fokus auf Fehler und Korrekturen zu legen, lenken wir die Aufmerksamkeit auf das, was bereits funktioniert – auf das, was leicht und lebendig ist.
So entsteht nachhaltige Veränderung – sanft, wirkungsvoll und mit Freude.
Fazit
Achtsamkeit bedeutet nicht, stillzusitzen und den Geist zu zähmen.
Es beginnt damit, den Körper freundlich wahrzunehmen – und zu entdecken, wo schon jetzt Leichtigkeit spürbar ist.
Diese Momente von Ease (Leichtigkeit) sind kleine Wegweiser.
Sie zeigen uns, wie Heilung, Präsenz und natürliche Koordination entstehen – ganz ohne Druck, sondern durch bewusste Aufmerksamkeit.
🎥 Schau dir mein Video an,
https://youtu.be/E8WXrj4Qj9g?si=1mx6aDZTAv_YQSpN
in dem ich TheCyCle™ – die Frage
„Wo scheint sonst noch ein bisschen mehr Leichtigkeit zu sein?“
– ausführlich vorstelle und zeige, wie du sie in deinen Alltag integrieren kannst.
Referenz
💡 Dieser Artikel basiert auf einem Text von Mio Morales, den ich mit seiner freundlichen Erlaubnis in deutscher Sprache weitergebe.
Das englische Original findest du auf seiner Website: Mio Morales – The Power of Ease™